SPD Borchen fordert kooperativen Neustart der Planungen 

Die bisherigen Planungen zur Neugestaltung der Paderborner Straße in Höhe des EDEKA-Marktes müssen bis auf Weiteres zurückgestellt werden. Grund: Der Zugriff auf die zwingend benötigten Grundstücke ist derzeit nicht gesichert, was eine bauliche Umsetzung des Vorhabens im gegenwärtigen Stadium ausschließt.

Borchen, 16. September 2026. Die SPD-Ratsfraktion ist sich einig: Die Entwicklung dieses Bereichs darf damit nicht beendet sein. „Wir sind überrascht gewesen, dass die Planung nach dem Gerichtsurteil vollständig aufgegeben wird. Aufgrund der komplexen Vorgeschichte sollte jetzt der Blick nach vorn gerichtet werden“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD-Borchen, Volker Tschischke die Situation und führt weiter aus: „Unser gemeinsames Ziel im Sinne von Borchen muss es sein, eine tragfähige Lösung für die Verkehrssituation und vor allem für die weitere Entwicklung des Einzelhandelsstandorts zu finden.“

Die Verkehrssituation an der Paderborner Straße und die Zukunftsaussichten des EDEKA-Marktes stehen aus Sicht der Sozialdemokraten in einem engen Zusammenhang. Im Rahmen der abgeschlossenen Beratungen wurden unterschiedliche Lösungsansätze betrachtet. Unter den nun veränderten Rahmenbedingungen sollten diese Alternativen erneut bewertet und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. 

Bereits bei den damaligen Beratungen im Rat hatten die SPD und die FWB beantragt, die Entscheidung über die vorgeschlagene Kreisverkehrslösung zu vertagen und noch einmal in die Detailbetrachtung zu gehen. Dieser Antrag wurde von der Ratsmehrheit aus CDU und Grünen abgelehnt. Eine Verschiebung hätte zusätzliche Zeit schaffen können, um offene Fragen – insbesondere zur Grundstückssituation und zu den weiteren planerischen Voraussetzungen – eingehender zu klären. 

„Wir wollen die damalige Diskussion nicht erneut aufrollen oder Verantwortlichkeiten suchen. Entscheidend ist, dass wir gemeinsam im Sinne von Borchen überlegen, welche Möglichkeiten unter den aktuellen Bedingungen noch bestehen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Volker Tschischke. 

Aus diesem Grund regt die SPD an, dass die Gespräche über die weitere Entwicklung des Bereichs wieder aufgenommen und dabei alle relevanten Perspektiven betrachtet werden . Ein gemeinsamer Austausch zwischen Politik, Verwaltung, Grundstückseigentümern und gegebenenfalls weiteren Beteiligten könnte dazu beitragen, neue Perspektiven zu entwickeln und mögliche Alternativen auszuloten. 

„Wir würden es begrüßen, wenn man noch einmal gemeinsam an einen Tisch kommt. Die Interessen des Ortes, der Wirtschaft und einer sicheren Verkehrsführung sollten dabei zusammengebracht werden“, betont Tschischke. 

Ziel müsse es sein, unter den aktuellen Voraussetzungen eine langfristig tragfähige Lösung für Borchen zu entwickeln. Die SPD spricht sich daher dafür aus, die Planungen beziehungsweise die Gespräche zur weiteren Entwicklung des Bereichs wieder aufzunehmen und mögliche Umsetzungswege ergebnisoffen zu prüfen.